Metzger + Schäuble = Wahn-Sinn

„tausendreporter“ (ein „stern“-Blog) berichtete: „Ein spielsüchtiger Metzger hat vier Menschen in Shanghai mit seinem Schlachtermesser niedergemetzelt, als er diese wegen ihres Geldes beraubte. Auch weitere Morde außerhalb von Shanghai gehen auf das Konto des Metzgers.“
Zur gleichen Zeit war auf dem Online-Magazin „stern.de“ zu erfahren, dass in Deutschland ein neoliberaler Zyniker namens Oswald Metzger keine Morde begangen, jedoch Menschen mit niedrigem Einkommen (Hartz IV- und Sozialhilfe-Empfänger) öffentlich diffamiert hat.
Herr Oswald Metztger sagte dem Online-Magazin „stern.de“ in einem Interview wörtlich:
"Viele sehen ihren Lebenssinn darin, Kohlehydrate oder Alkohol in sich hinein zu stopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen. Die wachsen dann verdickt und verdummt auf." - "Wir können doch heute schon bei Sozialhilfe-Biografien über Generationen beobachten, dass Menschen, die von Transfereinkommen leben, nicht aktiviert werden. Sozialhilfeempfänger werden keineswegs schöpferisch aktiv."
Mit solchen Worten geht dieser sogenannte „Wirtschaftsexperte“, in Wahrheit ein arroganter Wirrkopf, bewußt oder unbewußt das Risiko ein, sie im Sinne faschistisch motivierter Banden als minderwertig charakterisiert zu haben und sie deren mörderischer Gesinnung auszuliefern. Sozial Benachteiligte, von ihnen als „Untermenschen“ bezeichnet, waren noch immer die erste und leichteste Beute ihrer Mordgelüste.
Diese dreiste Verhöhnung und Abwertung der Opfer der unsozialen Marktwirtschaft sollte nicht im Tagesgeschehen untergehen. Ein jeder von uns sollte dem Mann zu verstehen geben, was von ihm zu halten ist.
Der Verbal-Täter:
Oswald Metzger, propagierte heftig die Agenda 2010 und verhöhnt nun die Opfer des Sozialabbaus, ist Landtagsabgeordneter der Grünen in Baden-Württemberg, freier Publizist und Politikberater und Propagandist der neoliberalen „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“
Seine Postanschrift:
Oswald Metzger
Postfach 149
D-88423 Bad Schussenried
Sein Wahlkreisbüro:
Oswald Metzger MdL
Stefan Benzing
Georg-Kaeß-Str. 1
Bad Schussenried
Tel.: 0 75 83 / 94 13 72
Fax: 0 75 83 / 94 14 61
E-Mail: oswald.metzger@gruene.landtag-bw.de
Das Geschäftsbüro Oswald Metzger:
Nicole Kleimann
Tel.: 0 52 41 - 601 49 32
E-Mail: nicole.kleimann@online.de
Und der andere:
Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ließ Anfang der Woche erneut seinen Ungeist aus der Flasche: Langfristig müsse über ein höheres Renteneintrittalter nachgedacht werden. Der neoliberale Chor der Wirtschaftsforscher, Chefvolkswirte und Industrielobbyisten zog nach: Wenn die Lebenserwartung weiter so steige wie in den vergangenen 30 Jahren, werde ein höheres Renteneintrittsalter als 67 notwendig. Sonst sei das System nicht bezahlbar. Wer länger Rente beziehe, müsse länger einzahlen oder länger arbeiten. Allen voran Hans-Werner Sinn (Ifo-Institut) - er brachte sogar eine Rente mit 77 ins Spiel, die er im selben Atemzug absurd nannte. Schäuble ruderte mit dem Vorschlag zurück, es könne natürlich auch früher mit dem Arbeiten begonnen werden. Nimmt man eine Jahresdifferenz von zwölf Jahren an (Rente mit 77 oder 65), müssten unsere Kinder mit sechs Jahren zur Arbeit statt in die Schule gehen. Happy Future!
Schäuble äußerte sich sich entsprechend bereits in einem Interview mit der SZ zum Jahreswechsel 2006/07:
"Eine der bedeutenderen Leistungen dieser Regierung ist, dass sie angefangen hat den Menschen zu sagen: Ihr wisst, dass ihr viel länger leben dürft - also müsst ihr auch länger arbeiten."
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am 19.12.2006, dass Schäuble einen weiteren Anstieg des Rentenalters über 67 Jahre hinaus für unabdingbar hält: "Das ist nicht das Ende der Entwicklung." Er führte als Begründung nicht nur den Erhalt des Generationenvertrags an. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit sei zudem, so Schäuble, "wahrscheinlich das wirksamste Vorsorgeprogramm gegen die Verbreitung von Demenz." Denn je länger die Menschen anspruchsvollen Tätigkeiten nachgingen und sich herausgefordert fühlten, "desto länger scheint es zu gelingen, Verfallsprozesse wie die Demenz hinauszuzögern". Für die eigene dürfte die Maßnahme zu spät kommen.
Wenn wir den Ungeist nicht in die Flasche, aus der er trieft, zurückschieben, ist zu befürchten, dass der Wahnsinn in die Tat umgesetzt wird.
Auch hier sollte jedermensch Stellung beziehen:
Bundesministerium des Innern
Telefon: 030-18 681-0
Telefax: 030-18 681-2926
E-Mail: poststelle@bmi.bund.de
ZOM ZeitspurOnlineMagazin - 24. Nov, 18:05